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privater Wetterservice Malzhagenwetter
Nümbrecht - Malzhagen

Das Tief

Hier fasse ich mal die Eigenschaften eines Tiefdruckgebietes grob zusammen

Achtung : kann hier und da Fehler enthalten !






Die Luft über unseren Köpfen übt auf die Erdoberfläche einen gewissen Druck aus. Das nennen wir den Luftdruck. Dieser wird in Hektopascal gemessen, kurz hPa. Früher war es noch Millibar. Das ist häufig noch in den USA eine verwendete Messgröße.

Bei einem Tiefdruckgebiet wird Hebung ausgelösst was an der sogenannten Warmluftadvektion liegt. Warme Luft ist leichter als kalte und steigt daher nach oben. Durch weitere Faktoren wird dann Hebung ausgelösst. Dadurch fehlt am Boden die Luft und neue Luft strömt nach. Der Wind entsteht. Durch die leichte Warmluft sinkt der Luftdruck. Zwischen Nord und Süd gibt es einen horizontalen Temperaturunterschied. Dort wo dieser Unterschied am stärksten ausgeprägt ist, liegt die Frontalzone. An dieser Frontalzone drängt die Warmluft nordwärts und die Kaltluft südwärts. Eine Störung entsteht. Je weiter die unterschiedlichen Luftmassen vordringen desto mehr bilden sich Warmfront und Kaltfront aus. Ein Tief wurde geboren. Nun steigt in einem Tief die Luft auf und weitere Luft wird zugeführt. Durch die Erddrehung beginnen die Druckgebilde zu rotieren. Die Tiefs gegen und die Hochs mit dem Uhrzeigersinn. Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt. Nun fliesst Warmluft hinter der Warmfront zum Tiefkern hin und der Luftdruck sinkt, da Warmluft leichter als Kaltluft ist. Zudem gleitet die leichtere Warmluft auf die alte vorhandene Kaltluft auf und es entsteht Schichtbewölkung. Diese sorgt meisst für das typische formlose Einheitsgrau mit dem typischen Landregen. Dann folgt die Kaltfront. Die Kaltluft ist schwerer als die Warmluft. Der Druck steigt. Die Kaltfront schiebt sich unter die Warmluft und hebt diese rasch an. Quellwolken entstehen und daraus können sich dann Schauer und Gewitter bilden. Oftmals ist es mit starkem Wind verbunden da die höheren Winde herabgemischt werden. Kaltfronten erkennt man oft an den ausgeprägten Konturen der Wolken, teilweise mit regelrechten Walzen. Durch die einfliessende Höhenkaltluft hinter der Kaltfront entsteht ein vertikaler Temperaturgradient was ab bestimmtenb Unterschieden zur Labilisierung führt. Dabei können sich dann Quellwolken bilden mit Schauern und Gewittern. Auf dem Satellitenbild sieht man dieses oftmals an der flockigen wabenförmigen teils streuselförmigen Wolkenfelder. Im Bereich des Tiefkern findet sich die Okklusion. Hier hat die schnellere Kaltfont die Warmfront eingeholt. Okkludiert ein Tief so hat es den Reifestadium überschritten und beginnt zu altern. Oftmals kann es innerhalb der Mischfront kräftig, teils auch gewittrig regnen.

Manchmal sind die Unterschiede zwischen den Luftmassen so gross das sich kräftige Tiefdruckgebiete ausbilden. Dabei baut sich von der inneren geschlossenen isobare zur äusseren geschlossenen Isobare ein grosser horizontaler Druckunterschied auf. Je grösser dieser Unterschied desto mehr ist die Natur bestrebt die Unterschiede auszugleichen was sich beim Wind bemerkbar macht. Erreicht der Wind im Mittel Sturmstärke, so aurde die Defination für ein Sturmtief erreicht. Bei Orkanstärke wäre es ein orkantief. Dabei ist es wichtig, das der Mittelwind gemeint ist und nicht die Böen.

Zusammenfassung :

a. Tief zieht mit Warmfront auf : Druckabfall, Winddrehung auf Süd oder Südwest, Aufzug von Schleierwolken.

b. Warmsektor zieht durch : eintönige graue Schichtbewölkung, Landregen, Temperaturanstieg, Druck gleichbleibend - gelegentlich weiter fallend.

c. kaltfront zieht auf : Quellwolken, Wolkenwalzen tauchen auf. Wind frischt deutlich und böig auf, Druck steigt. Schauer, schauerartige Regenfälle, teils Gewitter treten auf.

d. Rückseite mit Höhenkaltluft : Oft viele Quellwolken aber auch blauer Himmel, Druck steigt, Schauer und Gewitter bilden sich, im Winter und Frühjahr auch mit Graupel, Schnee oder Schneeregen. der Wind weht oftmals stark böig und dreht auf West bis Nordwest.

e. Trog folgt : Druckabfall, Schauer und Gewitter möglich, Unter Umständen nochmals stark auffrischender Wind. Vorderseite Anstieg der Temperatur. Rückseite Temperaturrückgang.



Es gibt verschiedene Tiefs die sich anders Verhalten als dieses typische Tief.

Randtief : Diese entwickeln sich am Rande sogenannter steuernder Zentraltiefs. Dabei können sich diese rasch zu Sturmtiefs entwickeln und sind oftmals sogenannte Schnellläufer.

Hitzetiefs : Flache Tiefs im Sommer in denen es oftmals zu Schauern und Gewittern kommt.

Höhentiefs : Sind nur auf Höhenkarten sichtbar. Schwimmen wie Fettaugen in einer Suppe auf der Luftmasse herum. Häufig mit Höhenkaltluft gefüllt. Können Schauer im Sommer auch Gewitter trotz Hochdrucklage auslösen.

Rapid Zyklogenese : starker Druckabfall innerhalb 24 Stunden im Tiefkern. Meist ab 24 hPa in 24 Stunden. Teilweise können sich dabei Orkane bilden.

Es gibt noch viele weitere die man erwähnen kann.

Malzhagenwetter 2017 by Udo Karow, Nümbrecht, Germany